Auslandsprojekte

Hilfe für bedrängte und verfolgte Christen in Syrien

In Syrien ist Krieg. Mehr als 11 Millionen Syrer sind auf der Flucht. 4 Millionen

davon sind außer Landes geflohen – in Nachbarstaaten wie in die Türkei oder in

den Libanon zum Beispiel oder nach Europa. Die meisten Syrer aber – rund 7 Millionen

– sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht. Das Leben in Syrien ist hart:

jeder Tag ein Kampf ums Überleben, um das tägliche Brot, um Wasser, um Heizung

in den kalten Wintern. Millionen von Menschen haben kein Zuhause mehr; Familienmitglieder,

Freunde und Nachbarn sind ums Leben gekommen.

Das GAW unterstützt über seinen Fonds für bedrängte und verfolgte Christen regelmäßig

evangelische Gemeinden in Syrien. Diese Gemeinden verteilen Lebensmittel

und Wasser an Bedürftige und kämpfen darum, ihre Schulen offen halten zu

können, um Kindern und Jugendlichen Orientierung und Hoffnung zu geben; eine

Gemeinde betreibt eine kleine Poliklinik, in der Menschen eine grundlegende

medizinische Versorgung erhalten, eine andere ein Altersheim.

Der Fonds für bedrängte und verfolgte Christen ermöglicht eine kurzfristige Projektunterstützung.

Mit diesem Fonds kann das GAW schnell auf akute Notsituationen

und Hilferufe reagieren: wenn Geld für Lebensmittelpakete benötigt wird,

Heizöl für die Schulen, ein neuer Stromgenerator oder Medikamente.

Mit 25.000 € soll der Fonds für bedrängte und verfolgte Christen durch die Konfirmandengabe

2016 unterstützt werden.

PROJEKTFÖRDERUNG € 50 000


Ausbau eines Gemeindesaals in Vulcan

Antragsteller

Evangelisches Pfarramt A.B. in Vulcan. Verantwortlich: Pfarrer Uwe Seidner,

Strada Principală 3, 507270 Vulcan, jud. Braşov, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 745)

10 89 74, Fax: (0040 268) 25 64 77, E-Mail: pfarramt@kg-wolkendorf.ro, Internet:

www.kg-wolkendorf.ro

Vulcan (deutsch: Wolkendorf) liegt etwa zehn Kilometer von Braşov (deutsch:

Kronstadt) entfernt und wird im Süden gesäumt von den rund 2.500 m hohen

Gipfeln der Transsilvanischen Alpen. Von den rund 4.500 Einwohnern des Ortes

gehören 118 zur evangelischen Gemeinde. Die meisten Gemeindeglieder sind

ältere Menschen, dennoch gibt es in der Gemeinde auch eine aktive Jugendgruppe

mit etwa 15 Mitgliedern, Konfirmandenunterricht und Kinderarbeit. Durch die

Verwaltung von kircheneigenem Wald konnte die Gemeinde ihre finanzielle Lage

stabilisieren. Gutes Einvernehmen herrscht in Vulcan sowohl zwischen den unterschiedlichen

Konfessionen als auch in Beziehungen mit der Kommune.

Projektbeschreibung

Jahrzehntelang gab es in Vulcan das „Pensionistenheim für Pfarrer im Ruhestand“,

das zuletzt nicht mehr benötigt wurde und leer stand. 2012 wurde es mit Unterstützung

des Gustav-Adolf-Werk zu einem Gästehaus umfunktioniert. Zurzeit gibt es acht

Gästezimmer, die auch von Besuchern aus dem Ausland benutzt werden. Die Mansarde

des Gebäudes ist wahrscheinlich aus finanziellen Gründen nie ausgebaut worden,

obwohl die entsprechenden Baupläne vorhanden sind. Die Gemeinde hat jetzt

nach gründlicher Beratung beschlossen, diese Mansarde auszubauen. Dort soll ein

geräumiger Gemeinde- und Begegnungssaal mit Küche entstehen. Dadurch würde

die Gemeinde für viele ihre Aktivitäten wie Jugendabende oder der Kirchenkaffee am

Sonntag einen passenden Raum gewinnen. Die vier zusätzlichen Gästezimmer würden

eine willkommene Erweiterung des Gästebetriebs ermöglichen. „Wir wollen gern

unser Profil als ‚Gastgeberkirche‘ stärken“, betont Pfarrer Uwe Seidner.

Die Gesamtkosten sind veranschlagt mit 48 540 €.

PROJEKTFÖRDERUNG € 7 800